Heute startet unsere Interviewreihe „Meine Foundever Story“. Kolleginnen und Kollegen erzählen von ihrer persönlichen Geschichte und Karriere bei Foundever. Den Anfang macht Latifa.
Latifa, schön, dass du dir heute die Zeit nimmst und uns etwas über dich und deinen Weg bei Foundever erzählst. Du hast ja seit deinem Start hier vor bald 8 Jahren eine tolle Karriere hingelegt und bist ein Paradebeispiel dafür, wie man sich bei Foundever entwickeln kann. Wie hat deine Reise denn ursprünglich begonnen?
Danke, dass ich dabei sein darf! Ja, wie hat alles begonnen, da muss ich ein bisschen ausholen. Denn mein Weg war nicht wirklich geradlinig. Tatsächlich habe ich erst einmal die Schule abgebrochen und bin schon mit 15 von zuhause ausgezogen. Das heißt, ich habe schon früh mein eigenes Geld verdienen müssen. Mit Fleiß habe ich es bis zur Betriebsleitung in der Gastronomie gebracht, aber so eine richtige Perspektive habe ich für mich dort nie gesehen. Vor allem, weil ich bereits Mutter war. Per Zufall wurde ich von der Arbeitsagentur auf Foundever aufmerksam gemacht. Was zunächst als Übergangslösung gedacht war, wurde schließlich zu meinem beruflichen Heimathafen. Wie bei vielen hier. Das liegt einfach daran, dass es nie langweilig wird und immer neue Herausforderungen angeboten werden. Diese Chancen ergreife ich dann aber auch bewusst.
Wow. Das war sicherlich nicht leicht, wie hast du das alles unter einen Hut gebracht – Arbeit, Familie und sich in neue Aufgaben reinzufuchsen?
Ganz ehrlich? Mit viel Disziplin und einer guten Tagesstruktur. Ich habe meinen Schulabschluss nachgeholt, Abitur gemacht und immer nebenbei gearbeitet. Das Arbeiten von Zuhause und Teilzeitlösungen machen das eben auch für berufstätige Mütter hier gut möglich. Ich wollte einerseits für mich eine gesicherte berufliche Zukunft, aber auch meinen Kindern vorleben, was man mit Willen und Zielstrebigkeit alles erreichen kann. Dass es mir dabei auch noch Spaß macht und ich beruflich aufsteige, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Aber genau das macht das Arbeiten hier aus. Kulturelle und familiäre Herkunft oder formale Vorbildung spielen einfach keine Rolle. Was zählt ist, dass du deine Talente einbringst und dich weiterentwickelst.
Talent spielt also eine große Rolle, sagst du. Wie erkennt man die? Hat Foundever dich dabei unterstützt?
Oh ja, der Wille alleine reicht nicht. Man muss schon etwas mitbringen, das entwickelt werden kann. Als Führungskraft, die ich mittlerweile bin, ist es unsere Kernaufgabe, die Stärken unseres Teams zu entdecken und gezielt zu fördern. Alle Kolleginnen und Kollegen werden engmaschig betreut, nicht nur während der Einarbeitung, auch im Tagesgeschäft. Da bleiben Potenziale und Talente nicht verborgen. Durch verschiedene Optionen, wie Mentoren- und spezielle Talent-Programme, hat jeder die Möglichkeit, sein gesamtes Potenzial auszuschöpfen. Ich selbst durfte das mehrfach erfahren. Mein Vorgesetzter kennt mich schon lange und hat mich immer wieder dazu ermutigt, eine neue Herausforderung anzunehmen. Unabhängig vom persönlichen Background oder der aktuellen Lebenssituation.
Was war die größte Herausforderung oder der größte Move rückblickend in deiner bisherigen Karriere bei uns?
Das war ganz klar die Übernahme einer leitenden Funktion. Einfach war es nicht, denn ich musste damit meine Rolle als Expertin aufgeben und Neuland betreten. Die gesamte Ausbildung wurde ich von einem Mentor begleitet, der mich dabei unterstützt hat, die Theorie direkt in der Praxis anzuwenden. Dass man mir die Aufgabe zugetraut hat, hat ebenfalls dazu beigetragen, dass ich mich darauf eingelassen habe. Ich habe natürlich auch Vieles lernen müssen, beispielsweise geduldig zu sein und auf alle im Team individuell einzugehen. Jeder Mensch lernt anders und benötigt an andere Stelle Unterstützung. Von meinen eigenen Vorgesetzten habe ich mir auch etwas abgeschaut und bin so nach und nach in meine neue Rolle hineingewachsen. Allein habe ich mich dabei zu keinem Zeitpunkt gefühlt.
Das klingt, als wäre es gar nicht so schwer. Welchen Tipp kannst du daher anderen mit auf den Weg geben, wenn es darum geht, den eigenen beruflichen Weg aktiv voranzutreiben?
Wenn man sich von der Angst vor dem Scheitern leiten lässt, wird man kaum etwas erreichen. Es ist doch so – bekomme ich eine negative Rückmeldung, weiß ich, woran ich noch arbeiten muss. Ich sehe Kritik als Chance, mich zu verbessern. Ich würde gerne anderen Mut zusprechen, sich Dinge zuzutrauen. Was man noch nicht kann, kann man lernen. Man muss sich aber auch darauf einlassen. Das ist nicht immer einfach, aber ich selbst konnte Bedenken immer meinen Vorgesetzten gegenüber äußern, und die Zweifel wurden umgehend aus dem Weg geräumt. Alle machen Fehler. Das ist bei mir nicht anders. Aber am Ende des Tages lerne ich aus ihnen.
A propos Teamlead. Hast du noch einen kleinen Leadership Hack für uns? Wie schafft du es, dein Team zum Erfolg zu führen?
Ich glaube tatsächlich, dass das einer meiner Stärken ist. Am wichtigsten erscheint mir vor allem, sich gegenseitig mit Wertschätzung und auf Augenhöhe zu begegnen. Nur so kann eine vertrauensvolle Atmosphäre entstehen. Ich möchte, dass mein Team weiß, dass ich Sorgen und Ängste ernst nehme, als Ansprechpartnerin für sie da bin und sie fördere. Die Zeit nehme ich mir immer.
Zum Schluss lass uns nochmal schauen, wie es um deine persönliche Work Life Balance bestellt ist. Wie schaffst du es, als berufstätige alleinerziehende Mama allem gerecht zu werden?
Ich habe eine Teilzeitstelle. Das ist die Grundvoraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere in meinem Fall. Wer Karriere machen möchte, muss allerdings schon bereit sein, immer wieder die Extrameile zu gehen. Foundever kommt mir hier sehr entgegen. Und für den Rest muss ich mich gut organisieren.
Ich glaube, wer flexibel reagieren kann und auch mal bereit ist, aus dem Auto oder vor dem Frühstück zu arbeiten, der schafft das! Ich habe es jedenfalls bisher immer irgendwie hinbekommen. Das entspricht aber eben auch meinem Charakter – Lösungen zu finden und meine Energie gut in die richtigen Bahnen zu lenken. Und trotzdem eine gute Mama für meine zwei Kinder zu sein.
Und wir sind stolz und froh, so einen Charakter an Bord zu haben. Danke für deine Offenheit, Latifa. Und alles Gute für deinen weiteren Weg bei uns.

Hat Latifa euch Lust – und Mut – auf Karriere bei Foundever gemacht? Dann schaut doch mal bei unseren Jobangeboten vorbei.
